Juni 2016


Rückblicke Juni 2016

Spirituelle Spurensuche durch die Kirchen Haderns am 29. Juni 2016

spurensuche_fronleichnam

Angeregt durch kurze Impulse  oder Details, die im Allgemeinen untergehen, wollten wir einige Kirchen Haders entdecken. Im Alltag sind wir gewohnt nach vorne und nach hinten, nach links und nach rechts zu schauen, doch wer hat schon mal in Ruhe die Kirchendecke von Fronleichnam (Bild oben) betrachtet? Wir ließen dieses interessante „Deckenbild“ auf uns wirken. Was sehen wir da, was verbinden wir mit ihr? – und lauschten dann einer  Bibelstelle aus dem Ersten Testament (Gen 28, 10 – 19a)
… Da hatte er einen Traum: Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte…Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder… Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land…Denn ich verlasse dich nicht… Wirklich, der Herr ist an diesem Ort und ich wusste es nicht…. Hier ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels.
Der Himmel geöffnet? Gottes segnende Zusage für mein Leben? Was bewegt, berührt mich jetzt, in diesem Augenblick von dem Bibeltext, wenn ich das Deckenbild schaue??? Mit einer kleinen Notiz in vorbereiteten kleinen Heftchen, konnten die Gedanken festgehalten werden.
Und auch für den geistlichen Erbauer der Kirche bedeutete dies „Deckenbild“ die Öffnung zum Himmel: Der Grundgedanke des Deckenbildes ist die Darstellung der geheiligten Hostie.

spurensuche_simeonkirche

Dann hatten wir das größte Wegstück vor uns. Wir gingen zur neuerbauten evangelischen Simeonskirche (Bild oben). Sie ist sehr reich bebildert. Die Bilder erzählen vom Leben Jesu, durch das Gott sichtbar, erlebbar, spürbar geworden ist. Ganz besonders in vielen Begegnungen mit Menschen. So luden wir die Teilnehmer ein  durch die Kirche zu gehen, sich die verschiedenen dargestellten Szenen anzuschauen und sich dabei besonders auf die Hände, die Handhaltungen zu konzentrieren: … Da gibt es Hände, die geben, empfangen, segnen, bei sich sind, halten, offen sind, tragen, die zulassen, dass sie getragen werden … Jeder suchte sich einen Platz und betrachtete in Ruhe  diese „gefundene“ Hand und spürte in sich nach: Welche Sehnsucht, Erinnerung, Dank, Hoffnung liegt dahinter? Verbinde ich die Hand mit einer Spur Gottes in meinem Leben?

spurensuche_ignatius

Im Vergleich zur bunt bebilderten Simeonskirche wirkt der Kirchenraum von Ignatius (Bild oben) einfach, fast schlicht. Diesen reduzierten Kirchenbau nutzten wir nicht im Äußeren sondern in unserem Inneren auf die Spurensuche Gottes zu gehen. Gottes Spuren in mir? Kann ich das glauben? Will ich das glauben?
Mystiker machen uns Mut darauf immer wieder neu zu bauen: So lauschten wir einigen Aussagen von Ihnen, suchten dann die Aussage, die uns gerade am meisten berührte auf einem Kärtchen aus, und nahmen uns Zeit, in Stille diese zu meditieren.
Miteinander schweigen
Der Kraft der Stille trauen
um die Verbundenheit
mit aller Kreatur zu spüren.
Miteinander schweigen
nicht aus Beziehungsangst und Verlegenheit
sondern aus der Hoffnung
die Qualität unserer Beziehungen zu fördern.
Miteinander schweigen
Auf unsere Herzensstimme höre
dich Christus spüren
als allerinnerste Mitte
Miteinander schweigen
im Horchen auf den Atemfluss
der erzählt vom Atem des
heilenden Geistes in uns.

Die nächste Wegstecke war wieder sehr kurz. In der Reformations- Gedächtniskirche versammelten wir uns um das reich geschmückte Taufbecken. In Israel, dem Land, in dem Jesus aufgewachsen ist, ist die Bedeutung von Wasser sehr klar sichtbar: neben der steinigen, dürren, lebensunfreundlichen Wüste, wird das Wasser zum Symbol für eine überquellende, lebensfreundliche, lebensfördernd Kraft. Das Wasser hat in unserem christlichen Glauben eine zentrale Bedeutung: Es ist das Medium, mit dem die Taufe vollzogen wird, es ist Sinnbild für ein Leben in Fülle. Dahinter steckt das christliche Gottesbild eines wohlwollenden, barmherzigen Gottes. Hier haben wir einander diesen lebensfördernden Zuspruch geschenkt, in dem wir einander mit Wasser ein Zeichen in die Hand geschrieben haben.
Unser letzter kirchlicher Halt war die kleine St. Peterkirche. An diesem Ort stand um das Jahr 800 schon eine Kirche. Um 1500 wurde sie durch die heutige, in den Grundmauern noch spätgotische Kirche St. Peter ersetzt. Um 1700 erfolgte eine Barockisierung des Innenraums und des Turmes. Heute noch erhalten sind die spätgotischen und frühbarocken Plastiken des St. Petrus, St. Paulus, der hl. Katharina und der hl. Maria.
Sie ist ein Zeugnis des Glaubens, ein Ort des Gebets, an dem sich Menschen vertrauensvoll dem Ursprung allen Lebens öffnen, den wir Christen Gott nennen. Hier wurde zu Zeiten von Krieg, Pest, Hunger, Krankheit, Not und Missernten gebetet. Hier wurden und werden Taufen, Hochzeiten und Gottesdienste gefeiert. Sie ist ein Ort der Freude und des Leides, des Glücks und der Trauer, der Verzweiflung und der Hoffnung, des Lebens und des Todes, diese Kirche erzählt von allen Phasen des menschlichen Lebens.
Hier haben wir die spirituelle Spurensuche mit dem Lied: „Ausgang und Eingang, Anfang und Ende, liegen bei Dir Herr, füll du uns die Hände“ beendet und ließen den Abend gemeinsam in einem lauschigen Biergarten ausklingen.
Maria v. Wendorff, Gemeindereferentin

 

Erstes Pfarrverbandsfußballturnier!

fussballturnier_pfarrverband3

Am Samstag, den 18. Juni 2016 trafen sich zum ersten Mal begeisterte Fußballspieler aus dem gesamten Pfarrverband Salvator Mundi zu einem gemeinsamen Fußballturnier auf dem Sportplatz des Max-Planck-Gymnasiums. Bei perfektem Fußballwetter (bewölkt und nicht zu heiß) traten die vier Mannschaften mit Spielern jeglichen Alters gegeneinander an und kämpften mit vollem Einsatz und viel Spaß um den Sieg.

Während der Mittagspause mit Grillwürstchen und Kuchen wässerte dann ein kleiner Schauer, der aber pünktlich zur Endrunde wieder aufhörte,  unseren Fußballplatz. Nach einem spannenden Finale war dann noch genügend Zeit, um ein wenig zu entspannen oder weiter Fußball zu spielen.
Wir würden uns freuen, wenn wir nächstes Jahr noch mehr werden, die mitspielen oder zuschauen und anfeuern, damit wir einen gemeinsamen Nachmittag genießen können und uns im Pfarrverband noch besser kennenlernen!

 

Pfarrausflug zum Petersberg und nach Maria Birnbaum

Der diesjährige Pfarrausflug des Pfarrverbands Salvator Mundi führte uns am Samstag, den 11. Juni 2016 zuerst in die Wallfahrtskirche St. Peter und Paul am Petersberg, Landkreis Dachau. Gegen 9:00 Uhr wurde dort ein Gottesdienst von Pater Leonhard abgehalten. Danach wanderten wir bei Regenwetter ca. 4,8 Kilometer, meist durch den Wald, bis in die Nähe von Unterweikertshofen. (Es bestand allerding die Möglichkeit, nach der Hälfte der Strecke in den Bus zu steigen).

Zum Mittagessen ging es dann Richtung Altomünster in den Brauereigasthof Maierbräu. Nach einer ausgiebigen Pause machten wir auf der Rückfahrt noch einen Zwischenstopp bei der Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau im Birnbaum“ in Sielenbach. Pater Leonhard erklärte uns die Geschichte der Wallfahrtskirche, noch heute befindet sich ein Teil des Birnbaumstammes mit dem Gnadenbild hinter dem Hochaltar. Trotz des nicht gerade einladenden Wetters waren 46 Personen an diesem Tag dabei, die hoffentlich auch nächstes Jahr wieder an unserem Pfarrausflug teilnehmen werden.

 

„…der lieben Eugenie zu Ihrem schönsten Tag…“

Solche oder ähnliche Sätze, auf der Rückseite vieler dieser lieblichen Andenkenbildchen geschrieben, zeugen von tiefer Volksfrömmigkeit. Eine kleine Ausstellung in unserer Kirche, rechts neben dem Marienaltar, brachte bis Ende Juni verborgene Schätze zur ehemals geistigen Erbauung ans Licht.