Salvatorianer


Die Gründung des Salvatorianer-Ordens

Johann Baptist Jordan (1848-1918) steht am Anfang der Salvatorianischen Familie. Seine Vision, dass alle Menschen Gott erkennen und Heil und Leben finden im Glauben an ihn, war die treibende Kraft seines Lebens. Diese Kraft bewegte ihn dazu, andere Menschen zu informieren und sie für sein „Werk“ zu begeistern. Dieses Werk zeichnet sich aus durch den Anspruch, Universalität zu leben. Das bedeutet, in allen Ländern und Kulturen zu leben und zu arbeiten, allen Menschen überall und mit allen Mitteln die Frohe Botschaft zu verkünden.
Der gebürtige Deutsche aus dem Südschwarzwald (Gurtweil bei Waldshut) wurde 1878 in Freiburg zum Priester geweiht und zum Sprachenstudium nach Rom geschickt. Im Jahr 1881 gründete er in Rom eine Gemeinschaft, die später den Namen ‚Gesellschaft des Göttlichen Heilandes’ (Salvatorianer) erhielt. Er selbst wählte als Ordensnamen ‚Pater Franziskus Maria vom Kreuze‘ und rief 1888 mit Therese von Wüllenweber (die selige Maria von den Aposteln) auch einen eigenen weiblichen Zweig: die ‚Salvatorianerinnen‘, ins Leben.

Bildunterschriften:

Bild links und rechts: Franziskus Maria vom Kreuze Jordan (1848-1918) , Gründer der Salvatorianer
 
 

Salvatorianer-Niederlassung in München

Die Stadt München spielt schon sehr früh eine wichtige Rolle, da Jordan‘s engster Mitarbeiter, P. Bonaventura Lüthen, ab 1880 seinen Wohnsitz für ein Jahr in München hatte und die spätere Ordenszeitschrift ‚Der Missionär‘ redigierte. Ab 1916 eröffnete die Leitung des Ordens ihren Zeitschriftenverlag in München-Neuhausen und erwarb in der Romanstraße ein Haus, das bis 1958 als Niederlassung und ab 1940 auch als Sitz des Provinzialates der Süddeutschen Provinz der Salvatorianer diente.
Den Salvatorianern wurde 1958 die neue Pfarrei St. Willibald und die Seelsorge im Alfons Hofmann-Altenheim im Dekanat Laim übertragen. Aus diesem Grunde wurde auch direkt an das Pfarrhaus das Kloster gebaut und die Gemeinschaft in die Agnes Bernauerstraße verlegt. Am 8. Dezember 2009 wurde im Beisein von Kardinal Reinhard Marx und dem Generalsuperior der Salvatorianer, P. Andreas Urbanski, die Zusammenlegung der beiden deutschen Provinzen gefeiert und Pater Leonhard Berchtold als erster gesamtdeutscher Provinzial eingeführt. Zu seinem Nachfolger als Provinzial wurde 2012 P. Hubert Veeser für drei Jahre gewählt, der bereits seine 2. Amtszeit angetreten hat.
Seit 2006 beherbergt das Kolleg auch die Missionsprokura der Salvatorianer Deutschlands. Sie betreut auch die ‚Pater Berno Stiftung‘, welche die Projekte der Salvatorianer in Temesvar/Rumänien unterstützt.
Derzeit leben acht Salvatorianer in der Gemeinschaft, die in Leitungsaufgaben der Provinz und in der Seelsorge des Pfarrverbandes tätig sind.

Bildunterschriften:

Bild links: Kloster der Salvatorianer in München, Agnes Bernauerstr. 181
Bild recht: Salvatorianerpatres in München: (v.li.n.re) Michael Overmann, Leonhard Berchtold, Tadeusz Zielinski, Delphin Chirund, Richard Zehrer, Rupert Herberg, Hubert Veeser, Hubert Vogel (jetzt in Münster), Lambertus Schildt.