November 2016


„Meinem Licht Raum geben“, ein Oasentag für Frauen
am 12. November 2016


Mein Licht in mir, wie brennt es, wie nehme ich es wahr, was braucht es, was kann es zurzeit? Kann es weit sein und in einer großen, geöffneten Schale und damit die Umgebung durchfluten, oder ist es daran, es zu schützen,  zu hüten vor heftigen Stürmen. Wie groß und offen ist die Schale, die mein Licht gerade braucht?
Mit Körperwahrnehmungsübungen führte uns die Referentin Gabriele Schlüter (Werk- und Gestaltpädagogin) in das Thema ein und wir versuchten dieser Frage nachzuspüren, um dann in meditativer Stimmung eine Schale für unser Licht zu gestalten……. Doch vergießen wir immer so offen unser Licht, bzw. schützen es? In einer zweiten Runde konnten wir eine weitere Schalenform für unser Licht kreieren, und beide anschließend farblich gestalten.
Was für eine Fülle, was für eine Wohltat, als am Ende des Oasentages die vielen, verschiedenen Schalen in unserer Runde standen: große, kleine, weit offene, schützend bergende.
Im zarten Licht dieser Kerzenschalen kehrten dann Stille und innerer Frieden ein, die Frauen nahmen sich in besonderer Weise wahr, mit ihren Wünschen und Sehnsüchten, sowie mit Hoffnung im Herzen und Dank auf den Lippen.
Sich Zeit nehmen für solche Erfahrungen könnte ein Ritual in der kommenden dunklen Jahreszeit und im Advent werden.

 

Ein Männertag für Salvator Mundi

Für die Männer im Pfarrverband Salvator Mundi gab es am 5. November 2016 im Pfarrheim von St. Willibald einen Männertag – eine Gelegenheit, über die Grundfragen unseres Glaubens zu diskutieren, auch über die „Krise der Kirche“. Referent war Pater Eberhard von Gemmingen, der viele Jahre im Radio Vatikan wirkte. Nach seiner Ansicht ist die heutige Glaubenskrise viel mehr eine Bildungs- und Kulturkrise, denn vielen Menschen ist es nicht mehr bewusst, wo die Wurzeln unserer heutigen Kultur und unserer Rechtsauffassung liegen. Kann nun der christliche Glaube in Europa wieder aufleben? Wir haben einen neuen Papst, der vielen dafür Hoffnung macht – er ändert nichts an der Lehre, doch er setzt neue Akzente. Wichtiger jedoch als der Papst sind es die Menschen, die ihren Glauben kennen und leben und so an die nächste Generation weitergeben, an eine Jugend, die kritisch fragt: „ Was bringt mir das alles?“ Den Glauben immer glaub-würdig machen, darauf kommt es an.

Johann Bätz