Vorbereitung auf Ostern


Vorbereitung auf Ostern 2020

(Ökumenische Exerzitien im Alltag)

Thema: „Maria von Magdala: Dem Leben begegnen“
Maria von Magdala (Joh 20,1-18) begleitet uns durch die vier Wochen der Vorbereitung auf Ostern 2020. Intensiv stellt sich die Frage, was hat das alles mit mir zu tun: Jesus, Maria, Tod und Auferstehung, Begegnung mit dem Auferstandenen? Gerade der Alltag als Raum des Lebens, wie er eben ist, kann als Raum der persönlichen Entfaltung und Freude, des Glaubens und der Bewährung, der Einübung in die Treue und die Geduld entdeckt werden. Deshalb sind Sie eingeladen, in Ihrem persönlichen Alltag die Wege, Orte, Personen aus den Texten und ihre inneren Bewegungen wahrzunehmen, auf Ihr Leben zu beziehen und zu meditieren.

Unsere Vorbereitung auf Ostern 2020 dauert 4 Wochen (04. März – 01. April 2020).
Die Begleittreffen finden jeweils am Mittwoch um 19:30 Uhr im Gebetsraum „Salvator Mundi“ im Pfarrheim von St. Willibald statt. Der erste Abend ist Mittwoch, der 04. März 2020.

Alle Frauen und Männer aus dem ganzen Pfarrverband und darüber hinaus sind herzlich eingeladen!
Der Kurs ist kostenlos. Eine baldige Anmeldung bei mir oder im Pfarrbüro hilft bei der Organisation.
Die Anmeldung sollte Namen, eMail-Adresse oder Telefonnummer enthalten.
Leitung: Hans Bauer

Vorbereitung auf Ostern, warum?

Wie können wir Gott und unser Leben, unseren Glauben und die Welt zusammenbringen?
Diese Frage bewegt heute viele Menschen. Wenn wir uns auf den Weg machen, unseren Glauben zu vertiefen, meinen wir manchmal, dass wir dazu heilige Zeiten brauchen, heilige Orte, außerordentliches Tun, innige Andacht. Nur: solche „heiligen Zeiten“ kommen in unserem Alltag kaum vor. So trennen wir dann oft Gebet und Arbeit, Sonntag und Werktag, Heiliges und Alltägliches. In der einen Realität scheint Gott vorzukommen, in der anderen aber – dem „wirklichen“ Leben – können wir Geistliches eher nicht entdecken. Dann kommen wir über „schöne Aufschwünge“ nicht hinaus und verlieren womöglich den Mut.
Gerade aber der Alltag als Raum des Lebens, wie er eben ist, kann als Raum der persönlichen Entfaltung und Freude, des Glaubens und der Bewährung, der Einübung in die Treue und die Geduld entdeckt werden. Routine und Abnutzung, Niederlagen und Verwundungen gehören ebenso zu diesem Raum des Glaubens wie Versöhnungsmöglichkeiten. „Gott kann gesucht und gefunden werden in allen Dingen“ (Ignatius von Loyola). Für Christen und Christinnen gibt es demnach keine geist-losen oder geist-freien Zeiten und Lebensbereiche, weil Jesus Christus in unsere irdische, banal-diesseitige Welt hinein gekommen ist. In Jesus Christus zeigt Gott seine Zuneigung zur Welt. Deswegen sollen und dürfen wir „Weltchristen“ sein, also weltfromme Leute – Alltagschristen.

Die Vorbereitung auf Ostern nach dem Modell der „ökumenischen Exerzitien im Alltag“ ist ein möglicher Weg, solches Christsein im „wirklichen“ Leben einzuüben. Alle Situationen, Ereignisse, Begegnungen, Tatsachen, Fragen, Entwicklungen, Verhaltensweisen, Reaktionen, Ängste, Hoffnungen lernen wir ruhig und wach anzuschauen (sehen). Im Licht Gottes und des Evangeliums sollen sie entschlüsselt werden (urteilen). Im Glauben sollen sie gelebt werden (handeln).
Wir üben also, das eigene Leben auf Gott hin zu ordnen, es von ihm verwandeln zu lassen. Wir nehmen uns dazu jeden Tag Zeit, um mit entsprechender Anleitung unser Leben in den Blick zu bekommen und so sensibel zu werden für Gottes Geist in unserem Alltag. Menschen, die dies versuchen, sind immer wieder erstaunt, wie aufregend, lebendig und gelingend ihr Leben werden kann.

Ansprechpartner:
Hans Bauer, E-Mail: hans.bauer@mnet-online.de