Pfarrbrief


Aktueller Pfarrbrief

27.02.2021 –07.03.2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein dramatisches, ja geradezu traumatisches Ereignis (Mk 9,2-10) wird im Evangelium erzählt:
Jesus führt drei seiner Apostel auf einen hohen Berg: Biblisch gesehen ist er der Ort höchster Erkenntnis, ein Ort der Gottesbegegnung.
Die Kleider Jesu werden leuchtend weiß: In der zeitgenössischen Vorstellung tragen die Gerechten, die Engel und Seligen im Himmel solch strahlende Gewänder. Jesus wird in seiner kommenden Herrlichkeit gezeigt.
Moses als Vorbild des Gesetzgebers im AT und Elija als prophetischer Vorläufer sprechen mit Jesus: Die Fülle des alten Bundes steht damit an der Seite Jesu.
– Und aus einer Wolke als Zeichen der Nähe Gottes wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen: Jesus besitzt damit die höchste Autorität.
„Auf ihn sollt ihr hören“ Das Wort bezieht sich auf das Leben, den Tod und die Auferstehung
Jesu. Im Lebens-, Leidensweg und in der Auferstehung Jesu sind alles Leid und alle Freude der Menschen aufgehoben. Nichts Menschliches ist Jesus fremd.
Nachfolge lädt immer wieder ein, den Geist Jesu in unser alltägliches Leben einzulassen: Wie Jesus die Gottesliebe in der Zuwendung zu den Mitmenschen deutlich werden zu lassen; sich über eigene Vorurteile hinweg zu setzen, sich dem Fremden zuwenden, einander größtmöglichen Freiheitsraum zu ermöglichen, immer wieder sich und dem anderen Vergebung zu gewähren. Der persönliche Zuwachs dabei: Reifung und Wachstum im Leben und im Glauben.
Der Geist Jesu ist uns geschenkt. Im Vertrauen auf ihn dürfen wir mutig, eigenverantwortlich und zugleich geleitet von seiner göttlichen Kompetenz an die großen und kleinen Probleme unseres Lebens herangehen.

Herzliche Grüße Rudi Greil