Vorbereitung auf Ostern / ökumenische Exerzitien im Alltag
Seit vielen Jahren werden im Pfarrverband Salvator Mundi als Vorbereitung auf Ostern in der Fastenzeit die Ökumenischen Exerzitien im Alltag angeboten. Das Konzept dazu wird abwechselnd von der evangelischen Landeskirche und der Erzdiözese München erarbeitet.


Hinaus in die Tiefe
„Fahre hinaus, wo es tief ist“. Dieses Wort von Jesus lädt uns persönlich ein: Gib deiner Sehnsucht Raum! Geh einen geistlichen Weg! Lass Tiefe zu! Lass dich überraschen, dir wird viel begegnen….
Die ökumenischen Exerzitien im Alltag 2026 tragen den Titel „Hinaus ins Tiefe“. Vier Wochen lang sich täglich eine geistliche Zeit nehmen, sich von Impulsen begleiten lassen, das eigene Leben anders wahrnehmen. „Exerzitien“ bedeutet einfach: Üben. Es geht um die Übung, das eigene, tägliche Leben genauer wahrzunehmen und sensibel zu werden für die Tiefe darin, für Gottes Wirken in unserem Alltag.
Wir gehen aus von dem biblischen Wort aus Lukas 5,4: „Fahrt hinaus, wo es tief ist und werft die Netze zum Fang aus…“
Beten, Meditieren, Lauschen, Gehen, Schreiben, Malen, inneren Bildern Raum geben, das sind die Methoden der Tage.
Exerzitien sind ein Einlassen auf persönliche Fragen, ein Einlassen auf andere und ein Einlassen auf unsere Beziehung zu Gott. Der persönliche Weg kann das eigene Lebensgespräch mit Gott vertiefen. Im Miteinander entsteht Gemeinschaft, die erfahrbar macht, was uns im Glauben verbindet.
Der Titel dieser Exerzitien im Alltag weist in verschiedene Richtungen, im Titel ist Bewegung enthalten. „Hinaus“ ist ein Impuls für den Aufbruch „Los geht’s:“ Zu einem Spaziergang, einer Reise, einem Besuch, einem Wechsel meiner Lebensbedingungen. Es ist ein Losgehen aus der Gewohnheit, aus dem vertrauten und sicheren Umfeld, aus einer sicheren Gemeinschaft. „Hinaus in die Tiefe“ führt in eine weitere Dimension des Aufbruchs.
Tiefe im geistlichen Sinn ist etwas, nach dem wir uns sehnen. Die Tiefe in mir selbst – ganz real – kann mich auch erschrecken, zumindest kann sie mir Respekt einflößen. In der Tiefe liegen eigene Themen, schöne, verborgene, Ängste, Erinnerungen, auch zärtliche. Die Zeit der Exerzitien kann uns dahin führen, behutsam und im eigenen Tempo. Die angebotenen Texte, Impulse und Übungen können Wege eröffnen, sich der Botschaft der Bibel, ihrer auch herausfordernden Aussagen, der Haltung Jesu und der Glaubensaussagen anzunähern. Für den eigenen Glauben können sie in die Tiefe führen.
Die Wochen und Tage haben je eine eigene Überschrift, die sich auf die Übungen und die Tagesimpulse beziehen. Dazu einige Gedanken:
1. Woche ‚Rausfahren‘:
- Ich mache mich auf ins Unbekannte, dorthin, wo es tief werden kann.
2. Woche ‚ohne Bodenhaftung‘
- Ich bin unterwegs und werde bewegt…, ich begegne Menschen, versuche sie neu zu sehen, anders als bisher.
3. Woche ‚Mitten in der Tiefe‘
- Ich kenne Nacht und Tiefe. Was erlebe ich, wenn ich Stille erfahre?
4. Woche ‚Zurück ans Land‘
- Erleben von Wunder und, Gott ist gegenwärtig in Fülle. Was bringe ich mit „an Land“?
Ergänzend zum persönlichen Üben ist jede Woche ein Treffen in einer festen Gruppe vorgesehen, um die Erfahrungen in dieser besonderen Zeit auszutauschen.
Teilnehmen können alle Erwachsenen, die ihren Glauben in der Fastenzeit vertiefen oder auch neu entdecken möchten.
Ein bisschen Zeit und Neugier genügen.
Wir laden Sie herzlich zu diesem vierwöchigen spirituellen Weg ein!
Termine der fünf Gruppentreffen in St. Willibald,
jeweils 19:30-21:00 Uhr:
- Mittwoch, 25. Februar 2026
- Mittwoch, 04. März
- Mittwoch, 11. März
- Mittwoch, 18. März
- Mittwoch, 25. März
Ort: Pfarrheim, Raum: Salvator Mundi im Erdgeschoß
Begleitung der Exerzitien: Hans Bauer
Anmeldung bitte bis 13. Februar 2026
im Pfarrbüro St. Willibald, Telefon: 089-546 737-0
E-Mail: st-willibald.muenchen@ebmuc.de Auf Wunsch können Einzelgespräche mit den Begleitern vereinbart werden.
