Exerzitien im Alltag


Vorbereitung auf Ostern / ökumenische Exerzitien im Alltag

Seit mittlerweile 10 Jahren werden in St.Willibald in der Fastenzeit die Ökumenischen Exerzitien im Alltag angeboten. Das Konzept dazu wird abwechselnd von der evangelischen Landeskirche und der Erzdiözese München erarbeitet.


2022 lautete das Motto:  „Du bist uns nahe“.

Das „Du“ stand für den anderen Men­schen, der mir begegnet. Das „Du“ stand aber auch für den geheim-nisvollen Gott, der uns Menschen liebevoll zugewandt und für uns an­sprech­bar ist.

Die Teilnehmer, 15 Frauen und Männer haben nachge-spürt, was das für ihr Leben bedeutet. Dazu gab es ein Teilnehmerheft mit kurzen Impulsen und Übungen für jeden Tag und eine CD mit passenden Liedern. Ein gemeinsamer Abend pro Woche diente zum Austausch und Gebet und zur Einführung in die kommende Woche.


Vorankündigung / Herzliche Einladung an alle Interessierten

Auch in 2023 ist wieder eine „Vorbereitung auf Ostern“ geplant:

Voraussichtlicher Start:

  • Mittwoch, 01. März 2023 um 19:30 Uhr

Die endgültigen Termine werden rechtzeitig im Pfarrbrief bekannt gegeben.

Kontakt: Hans Bauer


Vorbereitung auf Ostern, warum?

Wenn wir unseren Glauben vertiefen wollen, meinen wir manchmal, dass wir dazu heilige Zeiten brauchen, heilige Orte, außerordentliches Tun, innige Andacht.

Nur: solche „heiligen Zeiten“ gibt es in unserem Alltag kaum. So trennen wir dann oft Gebet und Arbeit, Sonntag und Werktag, Heiliges und Alltägliches. In der einen Realität scheint Gott vorzukommen, in der anderen aber – dem „wirklichen“ Leben – können wir Geistliches eher nicht entdecken.

Der Alltag als Übungsraum und Bereich des eigenen Handelns

Gerade aber der Alltag als Raum des Lebens, wie er eben ist, kann als Raum der persönlichen Entfaltung und Freude, des Glaubens und der Bewährung, der Einübung in die Treue und die Geduld entdeckt werden.

Routine und Abnutzung, Niederlagen und Verwundungen gehören eben-so zu diesem Raum des Alltags und des Glaubens wie Versöhnungs­mög­lichkeiten.
Für Christen gibt es keine geist-losen oder geist-freien Zeiten und Le­bens­bereiche, weil Jesus Christus in unsere irdische, diesseitige Welt hinein gekommen ist. In Jesus Christus zeigt Gott seine Zuneigung zur Welt. Deswegen sollen und dürfen wir „Christen des Alltags“ sein.

Die Vorbereitung auf Ostern ist ein möglicher Weg, solches Christsein im „wirklichen“ Leben wieder einzuüben.

Gerade die Fastenzeit können wir nutzen, wieder alles, was uns wider-fährt, ruhig und wach anzuschauen und im Kontext des Evangeliums einzuordnen und zu gestalten. Wir üben also, das eigene Leben auf Gott hin zu ordnen, es von ihm verwandeln zu lassen.

Wir nehmen uns dazu jeden Tag ein wenig Zeit, um mit entsprechenden Impulsen unser Leben in den Blick zu bekommen und so sensibel zu werden für Gottes Geist in unserem Alltag. Menschen, die dies versu­chen, sind immer wieder erstaunt, wie aufregend, lebendig und ge­lingend ihr Leben werden kann.

Hinweis: für Menschen, die sehbehindert oder blind sind, kann eine Hör-Fassung zur Verfügung gestellt werden.